Die Jusos Göttingen kritisieren den Polizeieinsatz auf dem Göttinger Uni-Campus im Zuge der Veranstaltung "Wie sicher ist Niedersachsen" mit dem Göttinger Polizeipräsidenten Kruse und dem niedersächsischen Innenminister Schünemann auf der das schärfste. "Dass knüppelnde Polizei-Einheiten friedlichen Demonstrierenden ihr Recht auf freie Meinungsäußerung mit gewaltsamen Mitteln nehmen, zeigt einmal mehr, auf welche Art und Weise Uwe Schünemann und andere Sicherheit in Niedersachsen herstellen wollen!", so Benjamin Heimann, der sicherheitspolitische Sprecher der Jusos. Der unverhältnismäßige Polizeieinsatz stellt für die Göttinger Jungsozialisten zudem einen fundamentalen Eingriff in das Grundrecht auf freie Meinung und kritische Diskussionen an einer Universität dar.
Aus Sicht der SPD-Jugendorganisation trat die Polizei als alleiniger Aggressor auf und sorgte damit für eine Eskalation der zuvor friedlichen Proteste. Die hochschulpolitische Sprecherin Cornelia Seiberl erklärt hierzu: "Allein die Berichterstattung auf ndr.de beweist, mit welcher Brutalität die Polizei gegen die Anti-Schünemann-Proteste vorgegangen ist. Auch die Zahl von Verletzten auf Seiten der Protestierenden spricht für eine auf Eskalation ausgerichtete Polizeitaktik. Eine Eskalation seitens der Demonstrierenden, wie es beispielsweise der Göttinger Polizeipräsident Kruse behauptet, hat es nicht gegeben!"
Dennoch werden sich die Göttinger Jungsozialisten durch die gestrigen Vorkommnisse nicht einschüchtern lassen:" Wir sind nach wie vor der Meinung, dass es grundlegendes Freiheitsrecht sein muss, gegen eine menschenunwürdige Abschiebepraxis deutscher Behörden und eine Verharmlosung rechter Gewalt seitens prominenter Politiker wie Uwe Schünemann demonstrieren zu können. Schünemanns Law and Order und Kruses Prügeltaktiken werden wir auch in Zukunft nicht akzeptieren!", fasst Seiberl zusammen.